12. Februar 2020 - FilmMittwoch im Ersten: »Weil Du mir gehörst«

Im Nachgang von Trennungen als Paar verliert immer wieder ein Teil der Eltern den Kontakt zu seinem Kind weit mehr, als dieser es wünscht oder überhaupt je sich hat vorstellen können. Den Betroffenen – gleich ob Erwachsenem oder Kind – reißt es den zuvor stabil geglaubten Boden unter den Füßen fort.

Der für den 12. Februar zur Ausstrahlung vorgesehene ARD/SWR Fernsehfilm »Weil Du mir gehörst« zeichnet realistisch nach, wie es keineswegs immer im Verhalten des enthobenen Elternteils gelegene Ursachen sind, die zu dieser Katastrophe führen.

Trailer »Weil Du mir gehörst«


Im zeitlichen Umfeld der Sendung plant der Väteraufbruch für Kinder neben der erfolgreich laufenden Beratungsreihe für entfremdete Eltern ein zusätzlich erweitertes Beratungs- und Informationsangebot. Die exakten Daten zu den Veranstaltungsterminen und -orten finden Sie auf unserer Terminseite.

Zusatzinformation

Bei der induzierten Eltern-Kind-Entfremdung (Parental Alienation) handelt es sich um eine bestimmte Form von psychischer Kindesmisshandlung, die im DSM-5, dem aktuellen Diagnostic and Statistic Manual der American Psychiatric Association (APA) unter der Diagnoseziffer V 995.51 child psycholocical abuse verortet ist. Induzierte Eltern-Kind-Entfremdung, die nicht behandelt wird, kann zu traumatischen psycho-physischen Langzeitfolgen bei betroffenen Kindern führen. Dieser Tatsache wird in familiengerichtlichen Verfahren noch unzureichend Beachtung geschenkt.

Quelle:
von Boch-Galhau, W. Parental Alienation (Syndrome) – Eine ernst zu nehmende Form von psychischer Kindesmisshandlung. Neuropsychiatr 32, 133–148 (2018) doi:10.1007/s40211-018-0267-0
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